Völlig ausgeruht, also zumindest die Teilnehmenden, starteten wir etwas später als üblich in den Tag. Nach dem morgendlichen Kaffee und einem ausgiebigen Frühstück waren dann auch die Leitenden wieder fit und munter. Gemeinsam begaben wir uns zur Dorfversammlung. Doch plötzlich kam der Sheriff angerannt und berichtete uns, dass Averell entwischt sei. So schnell wie er gekommen war, war er auch schon wieder verschwunden.

Wir beschlossen, ihm zu folgen, und machten uns sofort auf den Weg. In den drei reservierten Waggons unseres Dampfrosses fuhren wir gemeinsam mit der Pfadistufe in Richtung Gstaad. Dort angekommen, warteten drei Gehilfen des Sheriffs auf uns und erklärten, dass sich die gesamte Diebesbande von Averell im Dorf herumtrieb. Aber Obacht, wer ihnen begegnete, musste mit üblen Konsequenzen rechnen. Zum Beispiel zehn Hampelmännern. Im Dorf hielten sich aber auch einige Freunde und Bekannte des Sheriffs auf. Sie wollten uns helfen, den bösen Averell zu schnappen.

Aufgeteilt in mehrere Gruppen begannen wir sofort damit, die Stadt abzusuchen. Wir wussten, dass Averell sich in der Nähe aufhielt. Mit dem Geld, das wir bei den Bekannten des Sheriffs verdienten, konnten wir den Funkverkehr von Averell und seinen Gehilfen abhören und so Hinweise auf seinen Aufenthaltsort erhalten. Plötzlich erfuhren wir, dass sich Averell um 11:45 Uhr vor der Kirche mit seinen Gehilfen treffen wollte. Diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen und schnappten ihn uns. Es war ein regelrechtes Kinderspiel. Nun passten wir persönlich auf ihn auf und ließen den sirupschlürfenden Sheriff im Saloon schlafen.

Zur Feier des Tages ging es, nachdem einige heisse Hunde einverleibt worden waren, ins Freibad nach Saanen. Alle genossen die kühle Erfrischung im Wasser. Einige trieben ihr Adrenalinlevel auf der Rutschbahn oder dem Sprungturm in die Höhe, wiederum andere explodierten förmlich vor Energie und massen sich beim Volleyball. Und Einige bevorzugten es, den eigenen Körper gemütlich in die Horizontale zu verfrachten.

Am späteren Nachmittag kehrten wir, nachdem der Schwimmbadkiosk von 25 wilden Wölfen überfallen worden war, wieder zurück zum Lagerhaus. Müde und erschöpft schlurften wir den Hügel hinauf und genossen einen gemütlichen Spieleabend. Die Zahnputzparty stand auch an diesem Abend wieder auf dem Programm.
